Nach zwölf Jahren unermüdlichem Einsatz im Dienste seines Heimatdorfes Hiddingsel schließt sich ein prägendes Kapitel der lokalen Politik. Am 17. September wurde Ortsvorsteher Hendrik Clodius von der Delegiertenversammlung der Dorfgemeinschaft offiziell verabschiedet und für seine Verdienste gewürdigt. Die Versammlung nutzte den Abend, um die Bilanz eines Mannes zu ziehen, der weit über die Grenzen Hiddingsels hinaus als bürgernah, bodenständig und durchsetzungsstark gilt.
In seiner zwölfjährigen Amtszeit hat Clodius tiefe Spuren im Ort hinterlassen und bewiesen, wie echte, partnerschaftliche Politik auf Augenhöhe funktioniert. Sein Fokus lag stets darauf, Hiddingsel für kommende Generationen lebenswert und zukunftsfähig zu gestalten. Zu seinen Meilensteinen gehört sein tatkräftiger Einsatz für die Infrastruktur der Jüngsten: Die Sanierung und der Anbau der Grundschule sowie des Kindergartens, ein echtes Herzensprojekt war zudem das Neubaugebiet Nosterkamp, das er mit viel Herzblut auf den Weg brachte, damit junge Familien und die „Dorfjungs und Mädels“ von heute auch morgen noch in ihrer Heimat wohnen bleiben können.
Auch für die Vereinswelt machte Clodius keine halben Sachen. So unterstützte er den örtlichen Sportverein intensiv im bürokratischen Genehmigungs- und Umsetzungsverfahren beim großen Sportplatzumbau.
Neben diesen strukturellen Projekten zeigte der scheidende Ortsvorsteher vor allem gesellschaftlich immer wieder klare Kante: Gegen rechte Parolen und Schmierereien im Dorf setzte er ein unmissverständliches, festes Signal. Für ihn galt stets die Devise; Hiddingsel hält zusammen und grenzt nicht aus.
Dass Clodius bei all den dörflichen und städtischen Projekten nie die Puste ausging, lag nicht zuletzt an seinem hervorragenden Draht ins Dülmener Rathaus. Die Zusammenarbeit mit Bürgermeister Carsten Hövekamp funktionierte sprichwörtlich auf dem kurzen Dienstweg – so konnte manches Problem schneller und unkomplizierter gelöst werden, als es in langen Ausschusssitzungen möglich gewesen wäre.
Für die humorvollen Highlights sorgte Clodius‘ „dörfliche Diplomatie“ beim jährlichen Schützenfest, bei dem die traditionellen, augenzwinkernden Seitenhiebe in Richtung des Nachbarorts Buldern fest zum guten Ton gehörten und die gesunde nachbarschaftliche Rivalität pflegten.
Auch wenn Hendrik Clodius das Amt des Ortsvorstehers nun in jüngere Hände an Christoph Terlau übergibt, bleibt er der Politik und vor allem der Dorfgemeinschaft als Stadtverordneter erhalten: Als Stadtratsmitglied und zweiter Bürgermeister der Stadt Dülmen wird er sich weiterhin für die Region und für sein Dorf starkmachen.
Als Zeichen des Dankes und der Anerkennung überreichte ihm die Dorfgemeinschaft ein ganz besonderes Abschiedsgeschenk: Ein Bild, das alle Hiddingseler Sehenswürdigkeiten zeigt. Es ist das bleibende Symbol für einen echten Dorfjungen, der zwölf Jahre lang bewiesen hat, wie viel man mit Herzblut und im Ehrenamt für seine Heimat bewegen kann.

