Ballhauen

Osterbrauch in Hiddingsel

Jedes Jahr am Ostersonntag findet auf dem Sportplatz das traditionelle Ballhauen statt. Gespielt wird Kirchseite gegen Denkmalseite. Die beiden Mannschaften ergeben sich durch den Verlauf des Kleuterbachs. Gestartet wird nach dem Mittagessen, gegen 13.00 Uhr. Das Spiel endet mit Einsetzen des Läutens zur Andacht, heute, da es keine Andacht mehr gibt, mit dem ersten Schlag der Kirchenglocke zu 15.00 Uhr.

Bevor am Sportplatz der Osterbrauch stattfand, wurde auf der Ziegenwiese gespielt. In den 70er Jahren wurde dort die Umflut und ein Baugebiet angelegt (Pastorenkamp, Am Esch). Einige Jahre wurde nicht gespielt, bis die Kolpingsfamilie in den 90er Jahren diese Tradtion wieder belebte. Während heute mit Tennisbällen gespielt wird, waren die Bälle früher aus Leder und wurden mit dem Wäscheschläger (Waschmaschinen gab es nicht) gespielt. Schläger und Bälle mussten beim Stellmacher Malkemper (heute Disseler) abgeholt werden. Es musste jedes Jahr gespielt werden. Das war die Vereinbarung, damit man die Wiese nutzen durfte.

Doch das war nicht immer ganz einfach. Denn die Wiese konnte schon mal unter Wasser stehen. Die Lösung des Problems war ein Boot. Einige Spieler ruderten über das Wasser, führten einen Schlag aus und so konnte die Wiese auch im nächsten Jahr wieder genutzt werden.

Während das Ballhauen früher nur für Junggesellen bestimmt war, ist heute jeder eingeladen mitzumachen, ob Mann oder Frau, ob jung oder alt, ob groß oder klein.

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Siegerpokal gestellt von der Kolpingfamilie Hiddingsel

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