Frauenschemm

Mythos oder Wahrheit

Man schrieb das Jahr 1636, es war im 30-jährigen Krieg, als die Pest mit ihrem Schrecken durch das Land zog. Auch aus unserer Gemeinde holte sich der „grauenvolle Würgeengel“ schier unersättlich seine Ofer. Ca. 250 Menschen starben an dieser Krankheit. Überlieferungen sagen, dass drei Frauen, die Erlfrau, die Heidfrau und die Brockfrau, die sich zum Schutze gegen die Seuche unter (oder in der Nähe) einer kleinen Brücke verborgen hielten, bis die Gefahr vorüber war. Sie blieben von dieser verheerenden Seuche verschont.

Eine Fußbrücke über den Kleuterbach trägt heute, in Erinnerung an diese Zeit, den Namen „Frauenschemm“. 2013 wurde dazu von der Künstlerin Uta Krüger-Naumann ein Relief erstellt. Die Inschrift lautet: „Das Relief der Künstlerin Uta Krüger-Naumann erinnert an die Legende der drei Frauen, die während des 30-jährigen Krieges um 1636 unter dieser – nach ihnen benannten Frauenschemmbrücke die Pestepidemie überstanden. Die Frauen tragen symbolisch den „schwarzen Tod“ in der Gestalt einer Schnabelmaskenfigur fort“.

Impressionen von der Einweihungsfeier der Steele „Frauenschemm“.

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