Sportnachwuchs zeltet am Wido

Hiddingseler Nachwuchskicker und Leichtathleten trotzten dem Wetter, beim diesjährigen Zeltlager.

Vorwärts Hiddingsel | Traditionell wurde auch in diesem Jahr, zum Saisonabschluss der Nachwuchskicker von Vorwärts Hiddingsel, auf dem Sportplatz, ein Zeltlager durchgeführt. Gemeinsam mit der Leichtathletikgruppe von Roland Gießelmann und der G-Jugend, F-Jugend und E-Jugend hatte man sich Anfang des Jahres wieder für die Durchführung eines gemeinsamen Zeltlagers auf dem Sportplatz am Wido abgesprochen. Es hatten sich 42 Kinder angemeldet, die morgens mit ihren Eltern die Zelte aufbauten. Für den Fall das es regnet (so die Aussage des Wetterberichtes), wurden vorsorglich die vier Umkleidekabinen kurzfristig zur Schlafstätte umfunktioniert. Aber was ist ein Zeltlager, wenn man in der Umkleidekabine schläft, dachten einige und bauten emsig, weiter  an der kleinen Zeltstadt. Ein paar Regentropfen sollen uns wohl nichts anhaben, waren die einhelligen Aussagen und Meinungen der meisten. Als dann um 17:00 Uhr ein Gewitter mit Starkregen über dem Platz fegte, wurde die Sorgenfalten vom Jugendobmann Fritz Sauer ganz schön tief.

Dann fielen um 17:45 Uhr die letzten Regentropfen und die ersten Kinder trafen ein. Aufgrund des Regens hatte sich keiner abgemeldet, im Gegenteil, die Anzahl der Teilnehmer erhöhte sich noch kurzfristig um einige Personen. Der Ascheplatz stand kurzfristig an den Außenlinien meterbreit unter Wasser. Findig hatte man die verstopften Abflussrinnen gesäubert und das Wasser konnte abfließen. Nach einer kurzen Begrüßung und den herzlichen Glückwünschen zu Paul Felskes Geburtstag wurden durch die 12 Betreuer sieben Stationen für die gemeinsame Olympiade  vorbereitet. Damit dass Event nicht zu fußballlastig wird, hatte man im Vorfeld Disziplinen aus allen Bereichen abgesprochen.

Mannschaftsführer/innen wurden eingeteilt. Die Gruppen bekamen Tiernamen und jede Mannschaft wurde auf fünf Kinder aufgefüllt.

Dann ging es los!  Auf dem Rasenplatz musste ein Kubb-Turnier und ein Getränkekistenlauf absolviert werden. Danach musste man sein Geschick beim Kricket und beim Boccia-Spiel unter Beweis stellen.

Beim anschließenden Seilchen springen, waren die Mädchen eindeutig die besseren Athleten. Dann folgte das Lupfen bzw. Werfen eines Fußballes in eine Mülltonne, hier wiederum waren die Jungen nicht zu schlagen. Um den Rasenplatz zu schonen folgte dann zum Schluss noch ein Schleuderball- Weitwurf-Wettbewerb.

Alle Kinder gaben sich große Mühe mit ihrem Team zu gewinnen und Teamplayer waren gefragt.

Nach einer kurzen Auswertung standen dann die Sieger fest. Alle acht Teams waren die Sieger, aber einige hatten am Ende ein paar Punkte mehr auf ihrem Zettel. Bei der Siegerehrung durfte Fritz Sauer folgende Gruppen für gute Leistungen auszeichnen.

  1. Platz Gruppe Taube mit 44 Punkten
  2. Platz Gruppe Adler mit 41 Punkten
  3. Platz Gruppe Möwe mit 37 Punkten lange bis dann alle ihren Schlafsack gefunden hatten und so langsam Ruhe eintrat

Anschließend stärkte man sich mit Heißwürstchen und Brötchen für den weiteren Abend. Das fast alle Kinder im Nationaldress unserer Fußballer erschienen, kam nicht von irgendwo. Aufgrund des zu erwartenden EU-Viertelfinalspiels zwischen Deutschland und Italien, hatte man nicht so wirklich Lust einen Nachtmarsch durchzuführen. So füllte sich ganz schnell das Clubheim mit kleinen Deutschland-Fans. Andere wieder hatten eher Lust selber zu „Pöhlen“ und andere wiederum verabredeten sich zum Versteckspielen.

In der Halbzeitpause entschlossen sich dann einige, doch noch eine Nachtwanderung durchzuführen. Roland Gießelmann und Bernd Reckmann versammelten einige Kinder um sich und es ging los. Im Mädchenzelt gab es unter Anleitung von Uta Gerversmann einen Schminkkurs. Als dann das 1:0 für Deutschland fiel, wurde es ziemlich laut und das Vereinsheim bebte.

Dann kam das Elfmeterschießen. Das muss man miterlebt haben, wenn in einem Raum fast 50 Personen nach einem verwandelten oder verschossenen Elfmetern ihre Unmut oder Freude zum Ausdruck bringen. Als dann Deutschland als Sieger feststand, kannte die Freude keine Grenzen. Es dauerte noch lange bis dann alle ihren Schlafsack gefunden hatten und gegen 02:00 Uhr langsam Ruhe eintrat. Die dauerte allerdings nicht lange. Als kurz vor sieben die Brötchen für das Frühstücken geholt wurden, standen einige hart Gesottenen bereits wieder auf dem Rasenplatz und spielten Fußball.

Die spielenden Kinder wurden stundenlang von einem Storch beobachtet, der auf einem Flutlichtmaste saß und hin und wieder seine Position wechselte, indem er zu einem andern Flutlichtmast flog. Erst als es dunkel wurde, war er nicht mehr zu sehen.

Trotz Gewitter, trotz Regen, nächstes Jahr wollen alle wieder mitmachen.

(Ein Bericht von Fritz Sauer)

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